Córdoba Stadt in Andalusien mit Mezquita - Kathedrale
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Reise nach Córdoba Stadt in Andalusien

Córdoba Stadt

Planen Sie eine Reise nach Córdoba Stadt. Sie ist was die Bevölkerungszahl anbelangt die drittgrößte Stadt der autonomen Region Andalusien, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Das ausgedehnte Stadtgebiet einer der schönsten Städte Spaniens wird vom Fluss Guadalquivir durchzogen, der es in seinem Verlauf in zwei Gebiete teilt.

Das Wetter in Córdoba Spanien weist die typische Charakteristik des mediterranen Klimas auf, obwohl man es in der Stadt selbst als kontinental bezeichnen kann. Die Temperaturen in Córdoba während der heißen Sommermonate unterscheiden sich von denen milderer Jahreszeiten.

Die Stadt ist bekannt durch ihr kulturelles Erbe, die Mezquita Catedral de Córdoba (Moschee-Kathedrale von Córdoba) und die historische Altstadt, die sie umgibt. Beide sind geschützt als UNESCO-Welterbe. Sie machen aus Córdoba eine der attraktivsten Städte für Kulturreisen nach Spanien.

Anreise nach Cordoba

Durch ihre geographische Lage findet der Reisende bei der Anreise nach Córdoba eine Stadt vor, die sehr gut angebunden ist sowohl an die anderen Provinzhauptstädte in Andalusien als auch an Nordspanien.

Um nach Córdoba Stadt mit dem Fahrzeug anzureisen, kann man die Nationalstraße Nacional IV nehmen, die Madrid mit Córdoba, Sevilla und Cádiz verbindet. Auf der kostenfreien Autobahn A-49 (Autopista del V Centenario), die auch zur Algarve und Huelva führt, brauchen sie von Sevilla nach Córdoba Stadt ca. 1 Stunde. Über die Autobahn A45 gelangt man von Málaga nach Córdoba in 2 Stunden. Durch die Nationalstraße N-432 ist Córdoba mit Granada und Badajoz in der Extremadura verbunden.

Eine ähnliche Verbindung gibt es, um nach Córdoba mit der Bahn anzureisen. Córdoba ist eine abzweigende Station der Zugverbindung, die Madrid mit Málaga, Sevilla, Cádiz und Huelva verbindet. Besonders empfehlenswert ist die Bahnverbindung, die die Städte Madrid, Córdoba und Sevilla mit dem AVE verbindet. Das ist ein Hochgeschwindigkeitszug, der 40 Minuten von Sevilla nach Cordoba benötigt sowie 1 Stunde und vierzig Minuten von Madrid nach Córdoba Stadt.

Wer per Flug nach Córdoba anreisen will, für den sind die Flughäfen von Sevilla, Málaga oder Madrid am empfehlenswertesten aufgrund guter Zugverbindungen nach Córdoba Stadt und guter Verkehrswege. Der Flughafen von Córdoba (ODB) ist gebaut für Flugzeuge mit bis zu 80 Passagieren.

Córdoba zur Römerzeit

Die Geschichte von Cordoba beginnt weit vor der Römerzeit und dem eines islamischen Kalifats, nämlich bereits Ende der Bronzezeit. Aufgrund der Lage am Fluss Guadalquivir wuchs sie durch die Ankunft der Phönizier und Griechen als Zentrum des Bergbaus und Handels.

Die Römer gründeten die Stadt im 2. Jhdt. Sie war unter dem Namen Corduba Hauptstadt von Hispania Ulterior, eine der beiden römischen Provinzen auf der iberischen Halbinsel sowie Hauptstadt der römischen Region Baetica zur Zeit des römischen Imperiums.

Zur Römerzeit in Córdoba entstanden große Gebäude wie der römische Tempel in Córdoba, dessen Überreste sind noch immer sichtbar.

Eine der illustren Persönlichkeiten der Stadt ist der römische Philosoph Lucio Anneo Séneca, sein Denkmal kann man am Tor Puerta de Almodóvar sehen (arabischen Ursprungs, aber das heutige Tor ist aus dem 14. Jhdt.)

Die Puente Romano, die römische Brücke in Cordoba (1 Jhdt. v. Chr.) war jahrhundertelang die einzige Brücke. Es könnte sein, dass die Via Augusta von Rom nach Cádiz hierüber führte.

Das Archäologische Museum von Córdoba-Stadt bewahrt viele Funde aus dieser Zeit.

Córdoba zur Zeit der Mauren

Córdoba war Hauptstadt des islamischen Kalifats von Córdoba zur Zeit der Mauren, sie war in dieser Zeit die größte Stadt der bekannten Welt mit mehr als 1.000.000 Einwohner. Das Kalifat ausgerufen im Jahr 929 n. Chr. war ein Staat von Al-Andalus.

Die großartige Moschee von Córdoba, die Mezquita de Córdoba mit dem offiziellen Namen Mezquita-Catedral de Córdoba ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Andalusiens.

Sie wurde von 780-785 durch den Emir Omeya Abderramán I. über einem christlichen Stock gebaut. Dann wurde sie im 9. und 10. Jhdt. erweitert, aber die Fächer- und Doppelbögen des mihrab (Gebetsnische) sind aus der Epoche von Al-Hakam II. Er ließ Stützpfeiler über den vorhandenen Säulen hinzufügen, denn man wollte höhere Bögen erhalten ohne die vorherigen zu zerstören. Somit bewahrten sie die rot-weiße Farbe. Die Moschee war Ort von Versammlungen, sowohl religiöser als auch politischer Art, denn sie konnte bis zu zwanzigtausend Menschen fassen. Sie war die zweitgrößte Moschee der Welt nach der Moschee von Mekka. Heute gibt es 860 Säulen. Im Innern sollte man die maqsura (Gebetsraum des Kalifen) anschauen sowie den mihrab: Eine Gebetsnische aus Marmor, Stuck und Mosaiken mit einem goldenen Hintergrund, die in diesem Fall nicht zur Kaaba nach Mekka ausgerichtet ist. Die Kuppel und die Leuchter der Moschee sind beeindruckend.

Patio de los Naranjos (Orangenhof): Mit 98 Orangenbäumen, die Reihen bilden und Ende des 18. Jhdts. gepflanzt wurden.

Las Puertas de la Mezquita (die Portale der Moschee): Die Puerta de San Esteban, die älteste des Gebäudes, wurde als westlichstes Tor der ersten Moschee gebaut. Weitere erwähnenswerte Tore sind die Puertas de Al-Hakam II oder das Eingangstor Puerta del Perdón (Tor der Vergebung) oder die Puerta de las Palmas.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Córdoba:

Torre de la Calahorra: Ein Verteidigungsturm am Brückenzugang, der Eintritt und Schutz der Brücke Puente Romano war. Beherbergt das Museum Vivo de Al-Andalus.

Die Statue von Averroes: Eine illustre Persönlichkeit Córdobas zur Zeit des Al-Andalus. Spanischer Philosoph, Astronom, Mathematiker und Mediziner, einer der wichtigsten im Mittelalter.

Medina Azahara (Madinat-al-Zahra): Befindet sich einige Kilometer außerhalb von Córdoba-Stadt, zur Zeit der Mauren galt es als das Versaille des Mittelalters. Gegründet vom ersten Kalifen des Al-Andalus Reiches, Abderramán III., als Zeichen seiner Macht. Heute mit modernem Museumskomplex.

Das jüdische Córdoba

Die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung lebte unter der islamischen Regierung, aber Juden und Araber machten gemeinsam aus Córdoba ein multikulturelles Zentrum, das in der ganzen Welt bekannt war.

Die judería, das jüdische Viertel in Córdoba: Zwischen dem 10. und 15. Jahrhundert gab es dieses Stadtviertel, in dem die jüdische Bevölkerung wohnte. Es lag nordwestlich der Moschee. In der Straße „Calle de los Judíos“ befindet sich eine Statue zu Ehren von Maimónides (Rabbi Mose Ben Maimón), der großartige jüdische Philosoph und Mediziner aus Córdoba.

Die Sinagoga (Synagoge) wurde im Jahr 1315 gebaut und ist die einzige existierende Synagoge in Andalusien.

Casa de Sefarad (Das Haus des Sefarad): Ein einzigartiger Besuch des Museums über das Leben der sephardischen Juden in Córdoba, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Im Zentrum des Viertels gelegen.

Nach der Vertreibung der Juden durch die Katholische Könige im Jahr 1492 verarmte die Stadt in jedweder Hinsicht und verlor ihren Status als Hauptstadt.

Das christliche Córdoba

Für das christliche Córdoba gewann im Jahr 1236 der kastilische König Fernando III El Santo (Ferdinand III. Der Heilige) nach 5 Jahrhunderten Córdoba mit der Moschee zurück, welche er gegen den Willen der Bevölkerung in eine Kathedrale umwandelte. Er begann mit der Weihe des kirchlichen Tempels im Altarraum Capilla Mayor de Villaviciosa. Haupt-Altarraum, Querschiff und Chorgang begann man 1523 zu bauen. Viele Katholische Könige wurden hier begraben.

Nach einem Jahrhundert gezeichnet durch den Bürgerkrieg und der schwarzen Pest im 14. Jhdt., befreite sich Córdoba vom Reich der Nasriden in Granada durch die Rückeroberung der Katholischen Könige. In Córdoba-Stadt wurde Christoph Kolumbus empfangen, um sein Projekt der Reise zur Entdeckung der Neuen Welt vorzustellen, daran wird noch heute erinnert mit einer Statue in den Gärten des Alcázar de los Reyes Católicos (1323).

Ein anderer interessanter Ort ist die Plaza del Potro mit der berühmten Herberge Posada del Potro, sie wurde von Cervantes erwähnt in der Novelle Don Quijote de la Mancha.

Zudem sehenswert ist das Museo de Bellas Artes (Museum der schönen Künste) und das Museo de Julio Romero de Torres, ein Maler der Stadt.

Weitere Sehenswürdigkeiten:

Capilla Mudéjar de San Bartolomé: Es handelt sich um eine Kirche aus der Zeit von 1399 bis 1410.

Córdoba zwischen dem 16. und 19. Jhdt.: Aus dem 16. Jhdt. sind die königlichen Stallungen Caballerizas Reales und der Triumphbogen Puerta del Puente.

Plaza de las Tendillas: Das Zentrum der Oberstadt.

Feste und Feiern in Córdoba

Die Fiesta de los Patios de Córdoba (Feiern der Innenhöfe von Cordoba) ist eine der bekanntesten. Sie findet jedes Jahr in der ersten Maihälfte statt, im Jahr 2018 vom 01.-13.05. Es ist eine ideale Möglichkeit, um verschiedene gepflegte und mit Blumen dekorierte Innenhöfe zu besichtigen, die nicht nur Gartenfreunde attraktiv finden. Seit 1929 gibt es diesen Wettbewerb, bei dem die Besitzer der Innenhöfe miteinander um die Auszeichnung des schönsten Patios von Cordoba konkurrieren. Es ist eine einzigartige und typische Veranstaltung in Córdoba-Stadt, daher wurde sie in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Während der Feiern gibt es ein Folklore-Festival. Alles über diese Feier und die Innenhöfe der Stadt erfährt man im Centro de Interpretación de la Fiesta de los Patios in der Straße Calle Trueque Cuatro. Im Palacio de los Marqueses de Viana finden sie einen idealen Ort für einen Rundgang durch 13 Innenhöfe und Geschichte mit allen Sinnen, ohne das Gebäude zu verlassen.

Córdoba-Stadt hat einen attraktiven Kalender mit Festen und Feiern während des ganzen Jahres: Die Karwoche, die Cruces de Mayo (Mai Kreuzfest mit Wettbewerb blumengeschmückter Kreuze), die Feria in Cordoba (19-26.05.2018) die Noche Blanca de Flamenco im Juni, ein nationaler Flamenco-Wettbewerb, das Gitarrenfestival im Juli, klassische Konzerte und vieles mehr. Bei ihrem Besuch der Stadt sollte auch ein Ausflug zu einer Weinkellerei in Cordoba mit einer Verkostung von Montilla-Moriles Wein nicht fehlen.

Was die Gastronomie in Córdoba anbelangt, ist ein typisches Gericht erwähnenswert: Der Salmorejo cordobés. Dieses Gericht wie auch die Tapas der Mittelmeer-Kost sind für jeden Geschmack und können in den Restaurants von Córdoba probiert werden.

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